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It's a luck to have done it in another way
19 Sep - 4 Oct 2014
It's a luck to have done it in another way

Ulrike Holthöfer, geb. 1959 in Herzebrock / Münsterland,
studierte freie Kunst / Bildhauerei an der GH Kassel bei Prof. Harry Kramer und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Klaus Rinke, hatte ein Gastatelier in der Hochschule der Künste Dresden und das Postgraduiertenstipendium am Institut für Neue Medien in Frankfurt am Main bei Prof. Peter Weibel.
Ulrike Holthöfer wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet,
besonders prägend für ihre Arbeitsweise war das DAAD-Reise-Stipendium :
„The base of our existence are emigrants“ in Cabo Verde/ Westafrika


URBANE PRAXIS – FUNKTIONALE SKULPTUREN


Ulrike Holthöfers Werk besteht aus einer Vielzahl von Projekten, Skulpturen, Grafiken,
Bildern und Drucken, verwirklicht mit natürlichen, industriellen und experimentellen Materialien.
Einige Arbeiten reflektieren unsere Lebensbedingungen, andere hinterfragen Vorhandenes und
erforschen neue Möglichkeiten oder versuchen den rasanten Verlust an Natur und Ästhetik
in unserem urbanen Raum punktuell zu behandeln.

In ihren Projekten arbeitet sie mit und an der Landschaft vorhandener Strukturen. Allerdings nicht nur
in dem Sinne, diese mit einer Produktion von Kunst zu bedienen, sondern mit dem Anspruch sie zu
erforschen, um neue Handlungsräume und übergreifende Wirkungsorte und -Weisen zu formen.
Diese wirken im Idealfall auf das sich verselbstständigte Spezialistentum und führen zu einem interdisziplinären Austausch, der erst das Verhältnis von Struktur, Produkt und den entsprechenden
Folgen in unserem Kapital-orientierten Wirtschaftssystem reflektieren lässt.

Mit der zunehmenden Geschwindigkeit der Reproduktion, Information, der nicht mehr ortbaren, unangreifbaren Entscheidungen und der Übertragungsmittelausbreitung werden wirkliche Denk- und Handlungsräume, Eigenerfahrung und Entwicklung immer weiter eingeschränkt und systematisiert oder bestenfalls simuliert (Wissen ohne Berührung). Ihr geht es darum in der Wirklichkeit zu operieren,
auf der Suche nach neuen übergreifenden Wirkungsorten, Alltagsorten unmittelbarer, konstruktiver Kooperation.

Die oft unsichtbaren Vorgänge, welche die Umwelt prägen, die Regeln, die ihre Nutzung bestimmen,
sind das immaterielle Arbeitsmaterial. Skulptur ist das Ergebnis selbstbestimmter und wechselseitiger Forschung, wird Mittel und Verbindungsstück, erhält Funktion um zu verändern.
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