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Hehejia
6 Sep - 4 Oct 2008
Hehejia

Anna Klinkhammer Galerie freut sich, am 5. September 2008 die erste Ausstellung von Jia He zu präsentieren.

Jia He wandert zwischen Welten.
Der Bogen von Ost nach West, zwischen Typus und Individuum macht ihre Bilder spannend - Bilder, die schon in ihrer technischen Ausführung beeindrucken: teils Aquarelle, in denen sie mit souveräner Nonchalance
vorgeht, teils Ölbilder, die durch den reichlichen Gebrauch von Lösungsmitteln aquarellige Wirkung entfalten. Jia He zeigt Bilder ihrer chinesischen Kindheit.
,,Diese Welt gibt es nicht mehr", sagt sie, ,,sie ist restlos verschwunden. Es gibt noch nicht mal mehr diese Blousons, die doch damals alle Kinder trugen. China ist modern geworden. China folgt dem Westen." Jia He findet zu ihrer eigenen neoromantischen Auffassung: Die Kindheit ist ein wahrer und ungetrübter Urzustand, im Grunde das Ziel aller Sehnsucht. Aber das Rad lässt sich nicht zurückdrehen: Jia He weiß, dass sich sowohl jener Urzustand als auch dessen romantische Verklärung überlebt hat. So setzt sie virtuos Brüche: Ihre Kindergestalten sind kunstvolle Kitsch-Zitate, die einst so idyllische Landschaft trägt Züge der Zerstörung. Zudem verschwimmt und verschwindet das Bild mitunter in Flächen bloßer Farbe. Hier materialisiert sich das Erinnerungsrauschen: Wie war es eigentlich, das Paradies?
Jia He wurde 1981 als Tochter eines Rechtsanwaltes geboren, sie wuchs in Hohot auf, einer Millionen-Metropole, Hauptstadt der Inneren Mongolei. Von 2000 bis 2003 studierte sie traditionelle chinesische Malerei, zeigte sich aber zunehmend interessiert an ,,westlicher" Kunst, die ihr bis dahin einzig in Büchern begegnet war - bis ins Jahr 200x, als Jörg Immendorff in Peking ausstellte. Jia He flog in die Hauptstadt und sprach vor. Immendorff zeigte sich geneigt, sie bewarb sich an der Düsseldorfer Kunstakademie und wurde angenommen. Im Sommer 2008 verlässt sie die Akademie als Meisterschülerin mit Akademiebrief.
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